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Leserbrief zum Thema Landwirtschaftspolitik im Kreis Borken

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Die politische Landschaft im Kreis Borken ist seit Jahrzehnten durch CDU und FDP geprägt. Neuerdings gesellt sich offensichtlich die SPD auch noch dazu. Es ist für die Umweltentwicklung verheerend. Das zeigt die letzte Sitzung des Umweltausschusses des Kreises. Die Landschaftspläne, die monatelang in erster Linie zwischen den zuständigen Behördenvertretern des Kreises und der Landwirtschaft abgestimmt worden sind, werden durch die CDU in Frage gestellt und dies mit der Begründung, man müsse der Landwirtschaft ausreichende Entwicklungsmöglichkeiten und Platz für Erweiterungen zugestehen. Jahrzehntelang hat die Landwirtschaft für die Verödung der Natur und Landschaft  durch beseitigen von Wallhecken, Bäumen, Baumreihen und Wäldchen gesorgt. Was dabei herauskam ist eine Verödung der Landschaft und Umwelt. Nun spricht die Landwirtschaftslobby davon, dass man der Landwirtschaft in Landschaftsschutzgebieten Platz für Erweiterungen geben müsse. Warum dann diese aufwändige Prozedur der Erstellung der Landschaftspläne zumal sie eine Angebotsplanung in Reinnatur waren und sind?  Neuerdings werden offensichtlich flächendeckend Siloanlagen entdeckt, die jeglicher gesetzlicher Vorschriften zuwider angelegt worden sind mit dem Ergebnis, dass die Silowässer anstatt in die vorgeschriebene Kläranlage laufen in das Grundwasser sickern. Nimmt man nun diese Einträge sowie die Nitratentwicklung im Grundwasser so stellt sich für die Trinkwasserbezieher die Frage, wer denn die Kosten für die Beseitigung der Schadstoffe bezahlt, wenn das Brunnenwasser nicht mehr nutzbar ist oder – wie im Falle der SVS – teures Wasser über lange Strecken zugekauft werden muß, um Schadstoff-Höchstwerte nicht zu überschreiten. Auch stellt sich die Frage nach dem Schaden in der Natur, der durch den Einsatz von Herbi- und Pestiziden angerichtet werden. Dann wird die Frage gestellt, ob denn Greifvögel nicht bejagt werden müssen, da sie ja hohen Schaden in der Avifauna anrichten. Solange der Mensch nicht willens ist, die genannten Fehlentwicklungen deutlich zu reduzieren, solange wird die Nahrungskette gestört bleiben und Greifvögel, Füchse und Dachse Hunger leiden und zwar solange, bis sich der Bestand an Beutetieren angepasst hat.

 

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